Geschichte

Drachenboot-Geschichte: Legenden, Mythen, Rituale

Viele Legenden ranken sich um den Ursprung von Drachenboot-Festivals. Die Geschichte des Drachenbootes führt uns zurück ins 3. Jahrhundert vor Christus, in eine Periode der politischen Umbrüche, Korruption, Willkür und Intrigen im feudalistischen China, die auch als Zeit der „Kriegerischen Staaten“ oder „Streitende Reiche“ (475-211 v. Chr.) bezeichnet wird.

Zu dieser Zeit wurde Qu Yuan (ca. 340 v.Chr.) als Sohn einer aristokratischen Familie im Staate Chu, der heutigen Hubei Provinz, geboren. Qu Yuan wurde von Mei Huai – König von Chu – zum Minister für Gesetz und religiöse Zeremonien berufen und schrieb alle damaligen Gesetze des Landes Chu nieder. Aufgrund seiner Forderung nach einer Landesreform wurde er vom König seines Amtes enthoben. Als der König von Chu auf eine Konferenz von Yin Ji – König von Qin – eingeladen wurde, riet Qu Yuan ihm, nicht zu gehen. Doch des Königs Sohn vermutete, dass Yin Ji eine Absage zum Anlass nehmen würde, um Chu anzugreifen. König Mei Huai ging zu der Konferenz und wurde gefangen genommen.

Qu Yuan machte daraufhin des Königs Sohn für die Gefangennahme verantwortlich und wurde aus diesem Grunde vom Königshof in die barbarischen Provinzen südlich der Hauptstadt Jiang Ling verbannt. Unglücklich wanderte er ziellos umher und schrieb Liebesgedichte an sein Volk und sein Land. Auf seinem Weg ins Exil gelangte er an den Fluss Mi-Lo in der Provinz Hunnan. Unfähig den Schmerz der Verbannung und die Missstände im Land zu ertragen, stürzte sich Qu Yuan am 5. Tag des 5. Monats in die Fluten des Flusses.

Die Legende besagt, dass hunderte einheimische Fischer versuchten, ihn zu retten und sich mit ihren Booten ein Wettrennen lieferten. Um Qu Yuans Körper vor den gefräßigen Fischen zu schützen und die bösen Geister zu vertreiben, schlugen sie mit ihren Paddeln wild auf das Wasser unter den lauten Klängen Ihrer Trommeln. Vergeblich …

 

Eine lieb gewonnene Tradition

Seitdem wird Jahr für Jahr die symbolische Suche nach dem Geist des Poeten und Volkshelden in Form von Drachenboot-Festivals fortgesetzt. Jedes Jahr – im Mai oder Juni – am fünften Tag des fünften Mondmonats nach dem traditionellen chinesischen Kalender wird Qu Yuans gedacht. Diese, in der chinesischen Glaubensvorstellung bis heute fest verankerte Tradition, im Symbol des Drachens, soll Regen, reiche Ernte, Gesundheit und Glück bringen.

Eine jede größere Drachenbootveranstaltung wird mit einer bestimmten Zeremonie eröffnet. Bis zum heutigen Tage ist es ein fest verankertes Ritual, den Drachen durch das Ausmalen des Auges zu erwecken.

Tage vor dem Rennen halten taoistische Priester eine Zeremonie ab. Der Priester sticht den Säbel in den Fu Zhou – einen Geldschein, der mit mystischen Schriftzeichen verziert ist. Dann werden Kopf, Schwanz, Rumpf und Trommel mit dem Säbel berührt – begleitet vom Klingen einer Glocke und magischem Sprechgesang. Anschließend wird das Papiergeld verbrannt und der magische Sand auf den Drachenkopf gestreut. Eine hohe Persönlichkeit darf die Stellen kennzeichnen, an denen sich die Augen des Drachen befinden sollen. Diese werden dann mit roter Farbe ausgemalt.

Dieses Ritual soll Erfolg und Glück für die bevorstehenden Regatten versprechen.

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